Pflege

Je besser die Pflege, desto schöner das Tattoo!

Nachdem du dein Tattoo bekommen hast, wird es mit einer Salbe und einer Folie abgedeckt, damit keine Kleidungsstücke ankleben können. Damit die Freude an deinem Tattoo lange hält, solltest Du diese Anweisung genau beachten!

1. Die Folie nach ca. 1 bis 3 Stunden vorsichtig entfernen. Eventuell vorher mit einer Schere am Rand einschneiden.

2. Nun die ziemlich dick aufgetragene Salbe mit lauwarmen Wasser und einer ph-neutralen Waschlotion abwaschen. Nicht mit einem Waschlappen, sondern mit der flachen Hand.

3. Jetzt das Tattoo mit einem fusselfreien Tuch (Küchenrolle) ganz vorsichtig trocknen. Dabei nie reiben oder tupfen, sondern nur vorsichtig darüber streifen.

4. Nun das Tattoo mit einer Heilsalbe (DexPanthenol Emulsion oder Panthenolcreme) dünn eincremen. Die Heilcreme leicht einmassieren aber nicht zu dick auftragen (denn mehr ist nicht immer besser und könnte zu Farbverlust führen). Wenn es anfängt matt auszusehen, ist das Tattoo immer wieder neu einzucremen. Achte darauf, dass immer ein dünner Film darüber ist! Es darf sich nur eine leichte Schorfschicht bilden, keine harte Kruste!!!

5. Diesen Punkt nur am Tätowiertag beachten: Da das Tattoo noch frisch ist, bilden sich noch Wundwasserperlen. Diese sollten innerhalb der nächsten Stunde regelmäßig entfernt (lauwarmes Wasser) und die Heilcreme neu aufgetragen werden. Wenn Ihr wollt, könnt Ihr auch wieder eine Folie über das eingecremte Tattoo anbringen, so wie wir es für euch im Studio gemacht haben. Dies ist sehr anzuraten während der ersten Nacht und in den folgenden 2 bis 3 Tagen, wenn es sich nicht vermeiden lässt Kleidung über dem frischen Tattoo zu tragen. Falls ihr die Folie verwendet: Natürlich regelmäßig nach der Waschung und dem Cremen eine neue Folie verwenden! Ab dem 3. oder 4. Tag braucht man keine Folie mehr.

6. Das Tattoo sollte innerhalb der nächsten 5 Tage mindestens morgens und abends (besser alle 4 Std.) mit ph-neutraler Waschlotion abgewaschen werden, damit die alten Cremereste verschwinden. Danach das Tattoo kurz trocknen lassen und dann bitte sofort wieder dünn eincremen!

7. Nach ca. 4 Tagen (regelmäßige Pflege vorausgesetzt), beginnt das Tattoo etwas unscharf auszusehen und es lösen sich kleinere Hautpartien. Dieser Vorgang ist ganz normal, denn die obere Hautschicht ist durch das Tätowieren verletzt und wie bei einem Sonnenbrand wird diese abgestoßen und eine neue Hautschicht kommt zum Vorschein. Bitte nicht nachhelfen! Die Haut wird selber von alleine abfallen! Die Farbe muss in die Haut ´einwachsen´ und das geht nur von allein!

Egal wie sehr es juckt, bitte niemals kratzen!

Bitte solange eincremen, bis die Haut sich komplett erneuert hat, denn vorzeitiges Absetzen der Creme bedeutet auch, dass das Tattoo vielleicht später nicht so aussieht, wie Du es gerne gehabt hättest.

Auch Kratzen, Ankleben von Kleidung oder Schmutz tragen nicht zur Verheilung bei und fördern nicht das Aussehen. Nach Möglichkeit bis zur kompletten Abheilung keinen Sport machen und vor jeglicher Art von Belastung schützen.

So wie Du Dein Tattoo pflegst, wird es später auch aussehen!!!

Jetzt noch ein paar wichtige Tipps:

1. Nach dem Tätowieren die betroffenen Hautpartien 6 Wochen nicht der Sonne (auch keinen Solarienstrahlen), Chlor- oder Salzwasser aussetzen. Besonders in den ersten 2 Wochen würde ein Sonnenbrand auf dem Tattoo u.U. zu allergischen Reaktionen führen, die das spätere fertige Tattoo dick und vernarbt aussehen lassen können.

2. Nicht in die Badewanne, sondern nur unter die Dusche. 3. Keine enge oder schwere Kleidung tragen, erst recht keine Kleidung aus Wolle. Am besten sind ein lockeres T-Shirt und eine leichte Jacke. 4. Sollte ein Kleidungsstück an dem Tattoo festkleben, bitte nur unter lauwarmem Wasser ablösen!

was passiert während des Tattoo-Heilungsprozesses?

Dos and Don’ts für die Wundversorgung:

Bei jeder Tätowierung kommt es zu einer Verletzung der Haut durch viele einzelne Einstiche der Tätowiernadeln. Dadurch wird sowohl die oberste Hautschicht (Epidermis) als auch die darunterliegende, durchblutete Dermis verletzt. Die wichtige Hautbarriere, die deinen Körper vor dem Eindringen von Fremdstoffen schützt, ist dadurch gestört. Gleichzeitig werden mit der Tattoo-Farbe neben den reinen Farbpigmenten auch Lösungsmittel und Hilfsstoffe in die Haut eingebracht.
 
Wie bei jeder anderen Verletzung der Haut kommt es nach dem Tätowieren zu einer Aktivierung des Immunsystems und zum komplexen Prozess der Wundheilung. Die Blutung wird gestoppt, Fremdkörper werden abgewehrt und die Hautbarriere wird schnellstmöglich wiederhergestellt. Diese Vorgänge laufen in unterschiedlichen Phasen ab.

In der ersten Phase ist es wichtig, dass die ungeschützte Wunde  vor Verunreinigungen geschützt wird. Nur so kann die Selbstheilung ungestört und schneller ablaufen. Das Geschmeidighalten der entstandenen Krusten mit Tattoo- oder Wundsalbe beschleunigt den Heilungsverlauf. Wir empfehlen die Verwendung von atmungsaktiven Pflastern bei kleineren Tattoos.

Wie bei jeder Wundheilung sind je nach Größe und Stelle des Tattoos leichte Schmerzen, Spannungsgefühle und Rötungen normal. Dass dein Tattoo juckt, ist ebenfalls nicht ungewöhnlich. Bei sehr starken Schmerzen, Fieber und Schüttelfrost besteht der Verdacht auf eine Wundrose durch Bakterien, die in die verletzte Haut eingedrungen sind. In diesen Fällen solltest du sofort einen Arzt oder eine Krankenhausambulanz aufsuchen.

Frühestens nach dem vierten Tag ist die äußere Hautschicht, die Epidermis wiederhergestellt. Davor befindet sich die Haut noch in der Reinigungsphase und versucht eingedrungene Fremdkörper von unten nach oben auszuschleusen. Aufgrund aktueller Forschungsergebnisse empfiehlt es sich, die Regeneration der Haut also erst ab Tag 4 zu unterstützen – durch mehrmals tägliches Eincremen der tätowierten Hautareale. Die Experten empfehlen parfümfreie, panthenolhaltige Cremes um den Wiederaufbau der Hautbarriere zu fördern.

10 bis 18 Stunden nach dem Stechen beginnt die Wunde zu trocknen. Nach etwa 24 Stunden tritt kein Wundsekret mehr aus. Je nach Größe des Tattoos ist die Hautbarriere, also die oberste Schicht der Haut, nach ca. 10 bis 20 Tagen wieder komplett hergestellt. Der komplette Wiederaufbau der Haut in der Dermis kann einige Wochen bis Monate dauern. Die Dermis ist die Hautschicht, in der die Farbpigmente eingelagert werden.

 

Nicht atmungsaktive Folie sollte spätestens nach 24 Stunden entfernt werden, wenn kein Wundsekret mehr austritt. Unter Umständen ist es sinnvoll, das Pflaster oder die Tattoo-Folie (abhängig von äußeren Umgebungsfaktoren wie Staub oder Schmutz) noch bis zu drei Tage auf dem Motiv zu lassen  – dann solltest du es aber täglich wechseln.

 

DOS:

  • Tattoo-Wunde nur mit sauberen Händen berühren
  • kleinere Wunden mit atmungsaktivem Pflaster bis zu drei Tage lang abdecken
  • Pflaster wechseln, wenn sich viel Wundflüssigkeit darunter gesammelt hat 

DON’TS:

  • keine scheuernde, fusselnde Bekleidung oder Schmuck direkt auf dem Tattoo-Areal tragen
  • Berührungen des Tattoos mit ungewaschenen Händen vermeiden
  • Krusten nicht entfernen, nicht kratzen
  • keine Sauna- oder Schwimmbadbesuche, keine Sonnenbäder oder Solarienbesuche
  • keine körperlichen Anstrengungen (Sport) während der ersten 14 Tage

Bei einer normal ablaufenden Wundheilung deines Tattoos werden zunächst die verletzten Blutgefäße verschlossen. Gleichzeitig tritt im Wundbereich vermehrt Wundsekret aus. Dadurch versucht der Körper, die Wunde zu reinigen und Fremdstoffe und Bakterien auszuspülen. Es ist also völlig normal, dass nach dem Tätowieren mit dem Wundsekret auch Farbstoffe austreten. Lediglich die größeren, wasserunlöslichen Pigmente, die nicht von den Abwehrzellen abgebaut oder abtransportiert werden können, bleiben in der Haut.


Etwa 10 bis 18 Stunden nach der Hautverletzung beginnt die Wunde zu trocknen und bildet eine Kruste, die als natürlicher Wundschutz dient. Normalerweise tritt nach etwa 24 Stunden kein Wundsekret mehr aus. Bei einer sehr großflächigen Tätowierung kann das etwas länger dauern.

Gut zu wissen: Die Kruste kann nach Tätowierungen verfärbt sein. Bei Tattoos mit schwarzer Farbe hat die Kruste beispielsweise oft eine seltsam gräuliche Farbe. Vor allem bei farbigen Tattoos ist die Kruste nicht sehr ansehnlich. Der Grund sind Farbpigment-Partikel, die bei allen Tattoos mit dem Blut und Wundsekret abtransportiert werden.


Wichtig: Nicht an der Kruste kratzen.

Sport heißt Bewegung und somit Hautbewegung. Außerdem scheuert oftmals die Sportbekleidung. Schon allein deswegen sollte man dem frischen Tattoo in den ersten Tagen Ruhe gönnen – schließlich ist es eine große Schürfwunde. Das gilt nicht nur für das Tätowieren, sondern für alle medizinischen Eingriffe in die Haut. 

Hinzu kommt, dass durch das Schwitzen beim Sport die Blutgefäße weitgestellt werden. Das wiederum kann das Auftreten von Entzündungen hervorrufen.

Etwa einen Tag nach der Tätowierung beginnt der Wiederaufbau der Oberhaut (Epidermis), die sogenannte Reepithelialisierung. Dabei wird versucht, die geschädigte Hautbarriere möglichst schnell zu reparieren. Je nach Tiefe und Größe einer Wunde kann es mehrere Tage dauern, bis die Epidermis und damit die Hautbarriere komplett wiederhergestellt sind. Die Reepithelialisierung kommt schneller voran, wenn die vorhandenen Krusten leicht feucht gehalten werden.

Gleichzeitig müssen die Einstiche in der Lederhaut wiederaufgefüllt werden. Spezielle Zellen (Fibroblasten) werden zur Einwanderung in die Wunde angeregt und bilden neues Bindegewebe. Es entsteht ein vorläufiger Wundverschluss durch ein Gewebe, das hellrot, glasig-transparent und feucht glänzend erscheint. Dieses ist noch sehr empfindlich.

In der letzten Wundheilungsphase, dem sogenannten Remodeling, wird die Bildung von neuem Kollagen und Elastin angeregt, um wieder ein starkes Kollagenfaser-Netzwerk aufzubauen. Je nach Größe der Verletzung kann diese Umbauphase mehrere Wochen bis Monate in Anspruch nehmen.

Auch in dieser Wiederaufbauphase kannst du deiner Haut mit professionellen Tattoo-Pflegeprodukten helfen, schneller und schöner zu heilen, und so dafür sorgen, dass dein Tattoo lange brillante Farben und definierte Konturen behält.

Wenn deine Tattoo-Wunde auch in der Wiederaufbauphase nässt, eitert, besonders stark schmerzt, extrem gerötet oder geschwollen ist und sich sehr heiß anfühlt, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen. 

Du kannst die Regeneration zumindest unterstützen. Und zwar durch mehrmals tägliches Eincremen der tätowierten Hautareale. Experten empfehlen parfümfreie, panthenolhaltige Cremes, um den Wiederaufbau der Hautbarriere zu fördern.

In den ersten 4 Tagen sollte man nur eine creme benutzen, wenn sich die Haut trocken oder gespannt anfühlt. Dabei darf auf keinen Fall ein zu dicker Film aufgetragen werden. Nach 4 Tagen ist die äußerste Hautschicht, die Epidermis, weitestgehend wiederhergestellt. Davor befindet sich die Haut noch in der Regenerationsphase und versucht eingedrungene Fremdkörper, also die Tattoo-Farbe, von unten nach oben auszuschleusen.